Die Welt der Wissenschaft und Technologie bringt weiterhin sowohl bemerkenswerte Durchbrüche als auch verblüffende Hartnäckigkeit in Randüberzeugungen hervor. Zu den Höhepunkten dieser Woche zählen eine globale Telepathie-Studie, die selektive Zensur von Namen in der Berichterstattung, die Verleihung der Ehrendoktorwürde an einen Cartoon-Hund und die stille Implosion mehrerer Zuchtfleischunternehmen. Obwohl diese Ereignisse unterschiedlich sind, offenbaren sie tiefere Trends: die anhaltende Anziehungskraft der Pseudowissenschaft, die Absurditäten moderner Medien und den gelegentlichen Triumph der Satire über die Ernsthaftigkeit.
Die globale Telepathie-Studie: Das Rad neu erfinden (schlecht)
Eine neue Initiative, die Global Telepathy Study (trueesp.com), versucht, übersinnliche Wahrnehmung mithilfe einer Crowdsourcing-App nachzuweisen. Die Teilnehmer synchronisieren ihre „Gehirnwellen“ durch Echtzeit-Telepathietests und übertragen Bilder über eine mobile Anwendung. Dies spiegelt frühere parapsychologische Experimente wider, wie sie Joseph Rhine im 20. Jahrhundert mit Zener-Karten durchführte. Rhines Arbeit wurde bekanntermaßen dadurch untergraben, dass anfängliche „Erfolge“ bei strengerer Prüfung oft verschwanden – was darauf hindeutet, dass Glück eine größere Rolle spielte als übersinnliche Fähigkeiten. Die moderne Studie ist im Wesentlichen eine digitale Neuauflage einer fehlerhaften Methodik, durchgeführt von Personen mit Hintergrund in der Werbung und einem ehemaligen CIA-Spion. Das Projekt befasst sich sogar mit der „Quanten-ESP-Forschung“ und behauptet, dass Gehirnneuronen durch Quantenverschränkung Bewusstsein schaffen. Die Absurdität wird dadurch noch verstärkt, dass der Gründer der Studie weiterhin Pressemitteilungen an skeptische Medien verschickt, was für anhaltenden Spott sorgt.
Zensur und Sensationsgier in den Medien
Der Nachrichtenzyklus selbst bietet seine eigene Art von Kuriosität. Ein Leser bemerkte, dass HuffPost und Yahoo News den Namen des ehemaligen Vizepräsidenten Dick Cheney in einem Artikel über Donald Trumps Gesundheitszustand zensiert und durch Sternchen ersetzt hätten. Dies wirft Fragen zu redaktionellen Standards und der Übersensibilität moderner Medien auf. Der Originalartikel von HuffPost wagte es, den Namen zu buchstabieren, die Zensur scheint also eine Entscheidung von Yahoo News zu sein, die eine merkwürdige Abneigung gegen bestimmte Wörter verdeutlicht.
Akademische Absurdität: Eine Ehrendoktorwürde für einen Cartoon-Hund
Universitäten verleihen zunehmend Ehrentitel an Prominente und Influencer, aber die Griffith University in Australien hat die Dinge auf ein neues Niveau gebracht, indem sie Bandit Heeler, dem fiktiven animierten Hund aus der Kinderserie Bluey, einen Lehrstuhl angeboten hat. Die Universität erstellte eine Biografie, in der er seine „Feldforschung in abgelegenen Dschungeln“ und „bahnbrechende Veröffentlichungen zum Einfrieren des Tanzmodus in vorgebildeten Gesellschaften“ zitierte. Dieser Preis ging tatsächlich an den Schöpfer von Bluey, Joe Brumm, dessen Bruder Paläoanthropologe an der Universität ist. Der Vorfall unterstreicht die Verharmlosung akademischer Ehrungen.
Der Kulturfleisch-Crash
Mehrere Unternehmen für kultiviertes Fleisch haben kürzlich ihre Geschäftstätigkeit eingestellt, darunter Meatable und Believer Meats. Ein Leser vermutete, dass das Scheitern von Believer Meats auf den Nachnamen seines CEO zurückzuführen sei: Burger. Dies ist zwar äußerst humorvoll, verdeutlicht jedoch die finanziellen und logistischen Herausforderungen von im Labor gezüchtetem Fleisch, das trotz jahrelangem Hype darum kämpfte, kommerziell rentabel zu werden.
Diese scheinbar nicht zusammenhängenden Ereignisse zeigen insgesamt ein wiederkehrendes Muster: das Fortbestehen fehlerhafter Wissenschaft, die Absurditäten moderner Medien und der gelegentliche Triumph der Satire. Die Welt ist nach wie vor voller echter Fortschritte und verblüffender Irrationalität.























