Die Space Launch System (SLS)-Rakete der NASA, die neueste und leistungsstärkste Trägerrakete der Agentur, hat eine langsame, 4 Meilen lange Reise zur Startrampe im Kennedy Space Center absolviert. Dieser Schritt bereitet die Bühne für einen bemannten Vorbeiflug am Mond – das erste Mal seit über 50 Jahren, dass sich Astronauten in die Nähe des Mondes wagen, wobei sich ein mögliches Startfenster im Februar öffnet.
Ein historischer Rollout
Die 322 Fuß hohe Rakete begann im Morgengrauen mit einer Geschwindigkeit von 1 Meilen pro Stunde zu kriechen und zog Tausende von Zuschauern an, darunter NASA-Administrator Jared Isaacman und die vier Astronauten der Artemis-II-Mission. Das Ereignis war nicht nur wegen seiner technischen Errungenschaft von Bedeutung, sondern auch wegen seiner symbolischen Bedeutung: Das SLS nutzte den gleichen riesigen Transporter wie die Saturn-V-Raketen aus der Apollo-Ära, eine sichtbare Verbindung zu den früheren Mondambitionen der Menschheit.
Warum das wichtig ist
Diese Mission ist ein entscheidender Schritt im Artemis-Programm der NASA, das darauf abzielt, eine nachhaltige menschliche Präsenz auf dem Mond zu etablieren. Während dieser erste Flug keine Landung beinhaltet, ist er darauf ausgelegt, die Raumsonde SLS und Orion mit einer Besatzung an Bord auf Herz und Nieren zu testen. Der Erfolg dieser Mission wird den Weg für zukünftige Mondlandungen und möglicherweise bemannte Missionen zum Mars ebnen. Die Verzögerungen – verursacht durch Hitzeschildschäden und Kapselprobleme, die während des unbemannten Testflugs 2022 festgestellt wurden – unterstreichen die inhärenten Risiken und Komplexitäten der bemannten Erforschung des Weltraums.
Die Crew und die Mission
Die Besatzung der Artemis II besteht aus den NASA-Astronauten Reid Wiseman (Kommandant), Victor Glover (Pilot), Christina Koch und dem kanadischen Astronauten Jeremy Hansen. Sie werden zu einer zehntägigen Mission aufbrechen, bei der sie den Mond umkreisen, ohne zu landen, aber wichtige Daten über die Leistung von Raumfahrzeugen und den Gesundheitszustand der Besatzung im Weltraum sammeln. Das Team repräsentiert eine vielfältige Gruppe erfahrener Raumfahrer, darunter Wiseman, Koch und Glover, die alle zuvor im Weltraum geflogen sind.
Eine Rückkehr zur Mondnähe
Der bevorstehende Flug wird die erste menschliche Reise zum Mond seit Apollo 17 im Jahr 1972 sein, als Gene Cernan und Harrison Schmitt das Apollo-Mondlandeprogramm abschlossen. Von den zwölf Astronauten, die den Mond betraten, sind heute nur noch vier am Leben, darunter Buzz Aldrin, der diese Woche 96 Jahre alt wird. Ihre Begeisterung für diese Mission signalisiert einen Generationswechsel in der Weltraumforschung, da sich die NASA nun auf eine nachhaltige Langzeitpräsenz statt auf flüchtige Besuche konzentriert.
Blick nach vorne
Die NASA bereitet sich auf einen letzten Betankungstest Anfang Februar vor, bevor sie einen Starttermin bestätigt. Der Agentur bleibt nur ein knappes Zeitfenster von fünf Tagen, bevor sich die Gelegenheit auf März verschiebt. Bei dieser Mission geht es nicht nur um die Rückkehr zum Mond; Es geht darum, die Technologie und Infrastruktur zu beweisen, die für den nächsten großen Sprung erforderlich sind: eine bemannte Mondlandung in den kommenden Jahren.
