David Scott ist nicht nur auf dem Mond gelandet. Er überlebte eine Beinahe-Katastrophe, die ihn und Neil Armstrong beinahe das Leben kostete, bevor er überhaupt die Chance dazu bekam. Scott wurde 1932 in San Antonio, Texas, geboren. Sein Weg zur Mondoberfläche war mit rigoroser Ingenieurskunst und hohem Risiko verbunden. Er machte 1954 seinen Abschluss in West Point, trat der Luftwaffe bei und vertiefte seine Fähigkeiten am MIT und auf der Edwards Air Force Base. 1963 wurde er als Teil des dritten Astronautenkorps der NASA ausgewählt.

Sein erster großer Test erfolgte mit Gemini 8.

  1. März 1966. Scott und Commander Neil Armstrong wurden mit der ersten Raumandockung überhaupt beauftragt. Sie verglichen die Geschwindigkeiten mit denen eines ungeschraubten Agena-Zielfahrzeugs. Es hat funktioniert. Für einige Momente hielten sie Händchen im Orbit. Dann brachte ein Stromausfall sie zum Durchdrehen. Das Fahrzeug geriet völlig außer Kontrolle. Wenn sie angedockt geblieben wären, hätte die Drehung die Kapsel möglicherweise zerschlagen. Sie trennten sich. Es war ein hektischer, manueller Kampf um die Wiederherstellung der Stabilität. Sie landeten nur 10 Stunden und 42 Minuten nach dem Start. Die Mission wurde abgebrochen. Aber sie lebten.

Dieser Überlebensinstinkt hat ihm gute Dienste geleistet. Vier Jahre später kehrte Scott als Pilot des Kommandomoduls für Apollo 9 ins All zurück. Die am 3. März 1969 gestartete Mission testete die Mondlandefähre im Erdorbit. Scott bewies zusammen mit Commander James McDivitt und dem Piloten der Mondlandefähre Russell Schweickart, dass die Hardware dem Vakuum standhalten kann. Sie legten an. Sie legten ab. Sie haben jeden Scheck bestanden. Es war die Generalprobe für die Geschichte.

Dafür wurde Scott gebaut. Sein Hintergrund in der Luftfahrt war nicht nur akademisch. Es war praktisch. Wenn Systeme im Weltraum versagen, hilft die Theorie nicht weiter. Muskelgedächtnis und kalte Logik tun es.

Der lange Weg nach Hause und weg

Der Staub von der Hadley-Rille-Landung hatte sich kaum gelegt, als Dave Scott wieder im Trubel war. Die Apollo-15-Besatzung – Scott, Jim Irwin und Al Worden – war am 26. Juli 1971 nach einem dreieinhalbtägigen Ausflug zur Mondoberfläche gelandet. Sie haben nicht nur herumgestöbert. Sie fuhren.

Mit dem Lunar Roving Vehicle haben sie auf drei separaten Wanderungen 28 Kilometer Territorium erkundet. Sie verbrachten mehr als 17 Stunden auf dem Mond, direkt am Fuße des Apennin. Als sie am 7. August endlich Wasser machten, war die Mission ein Triumph. Aber für Scott begann die eigentliche Arbeit gerade erst.

Er zog sich nicht in ein Strandhaus zurück. Nicht sofort.

Überbrückung der Kluft im Kalten Krieg

Zwischen 1972 und 1975 war Scott im Verwaltungsstab des Apollo-Sojus-Testprojekts tätig. Das war keine Schreibtischarbeit im herkömmlichen Sinne. Es war eine politische Gratwanderung. Die USA und die UdSSR waren immer noch Rivalen, aber sie lernten, den Himmel zu teilen. Scott half dabei, das bürokratische Minenfeld zu bewältigen, das zwei feindliche Supermächte zu Kooperationspartnern machte.

Es war ein seltsamer Dreh- und Angelpunkt. Vom Vakuum des Weltraums bis zur feuchten Bürokratie Washingtons.

Später übernahm er die Leitung des Dryden Flight Research Center auf der Edwards Air Force Base. Edwards ist der Ort, an dem Sie Jets schieben, bis sie kaputt gehen oder bis sie Sie kaputt machen. Scott verstand den Rand. Er wusste, was passierte, wenn Maschinen ihre Grenzen überschritten. Er leitete die Forschung, die amerikanische Piloten am Leben hielt, da die Technologie die Sicherheitsprotokolle überholte.

Den Orbit verlassen

Der Ruf der Mondlandefähre verklang. 1977 ging Scott weg. Er verließ das Raumfahrtprogramm, tauschte seinen Fluganzug gegen einen Business-Anzug und zog nach Los Angeles. Der öffentliche Sektor stand hinter ihm. Die Privatwirtschaft war die neue Grenze.

Er ist nicht verschwunden. Er blieb im Gespräch.

Im Jahr 2004 gelang ihm etwas, was nur wenigen Astronauten jemals gelang. Er war Co-Autor eines Buches mit einem Mann, der einst als Feind galt. Two Sides of the Moon: Our Story of the Cold War Space Race wurde mit dem sowjetischen Kosmonauten Aleksey Leonov geschrieben.

Leonow. Der Mann, der außerhalb seiner Kapsel schwebte, an einer einzigen Schnur festgebunden, und ins Leere starrte. Scott und Leonov setzten sich zusammen, um diese Geschichte zu schreiben. Nicht als Politiker. Nicht als Generäle. Als Männer, die die Erde aus demselben Blickwinkel gesehen hatten.

Es ist selten, eine Erzählung zu finden, die nicht auf Heldenverehrung basiert. Dies war nicht der Fall. Es stützte sich auf die gemeinsame Stille der hohen Umlaufbahn. Die gemeinsame Angst, dass die Leine reißt. Die gemeinsame Erkenntnis, dass die Flagge am Boden weniger zählte als der Blick von oben.

Scotts Reise endete nicht mit der Wasserkatastrophe. Es ging weiter durch Sitzungssäle, Forschungszentren und schließlich eine Seite, die gemeinsam mit einem Russen geschrieben wurde. Die Mondlandung war der Anfang. Die Versöhnung war der schwierigere Teil.

Hat es funktioniert? Das Buch sagt es. Die Geschichte sagt es. Aber die wahre Geschichte steckt im Händedruck, der auf den Start folgte.