Dreizehn Tage. So lange backen Teile Südenglands ununterbrochen.
Merryfield in Somerset erreichte am Donnerstag 30,6 °C (87,1 °F). An zwölf aufeinanderfolgenden Tagen ist die Temperatur um 10 °C oder mehr höher als unser normaler Grenzwert. Eigentlich der längste Zeitraum dieser Art seit 2006.
Auch Bournemouth und Heathrow haben sich nicht abgekühlt. Fast zwei Wochen Aufenthalt über 26°C bzw. 28°C. Dieses Wochenende weht etwas kühlere Luft aus dem Norden. Vielleicht eine Verschnaufpause. Wahrscheinlich nur eine Pause, bevor es wieder heiß wird.
Der Rekord von 1976? 16 Tage über 30°C. Es ist unwahrscheinlich, dass das kaputt geht.
Es ist die Dauer, die am härtesten trifft. Warum so lange?
Erstens der Klimawandel. Es ist nicht langsam, es ist schnell. Der britische Durchschnitt ist 1,33 °C wärmer als der Basiswert von 1961-11990. Aber die wirklich heißen Tage? Diese erwärmen sich dreimal schneller. Im Großraum London haben wir die Spitzentemperaturen um 4,5 °C erhöht.
Dann ist da noch der Jetstream. Es dreht sich weit nach Norden. Der hohe Druck lag wie ein Deckel auf uns. Warme Luft wehte nach Süden. Es blieb stehen.
Wir haben eine Wärmekuppel.
Luft sinkt, komprimiert, erwärmt sich. Fällt auf den Boden und trocknet aus. Keine Wolken. Kein Schatten. Nur starker Sonnenschein, der die Erde durchflutet.
Das Jahr 2026 bricht bereits Rekorde. Im Mai und Juni wurden die monatlichen Temperaturmarken um über zwei Grad durchbrochen. Dies ist unsere dritte Hitzewelle in diesem Jahr. Letztes Jahr? Mittlerweile gibt es auch ein drittes Exemplar. Doch der Juli 2024 bescherte uns im Süden nur vier Tage über 30°C.
Im Juli 2026 sind es zwölf.
Auch Teile Schottlands und Nordirlands spürten es, aber es war nicht so intensiv oder lang anhaltend.
Die Leute vergleichen es mit ’76. Fairer Punkt. Doch während 1976 den Dauerrekord hält, erreicht 2026 höhere Höchstwerte. Weitere sehr heiße Tage.
Und es ist trocken. Wisley in Surrey hat seit 30 Tagen keinen Regen gesehen. Auch in den meisten Teilen von Wales und Nordirland herrscht Niederschlagsdefizit. Westschottland ist feuchter, Glück gehabt. Aber im Gegensatz zur weit verbreiteten Krise im Jahr 1976 gibt es derzeit nirgendwo Dürren.
Intensität ist wichtig. Sechs Tage über 35°C. Zum ersten Mal überhaupt haben wir diese Marke im Mai, Juni und Juli nacheinander erreicht.
Vielleicht gewöhnen wir uns an die Hitze. Doch die Zahlen steigen weiter.

























