Das Meer ist bereits überfüllt. Nun wollen die USA Raketenstützpunkte hinzufügen.
Das Bureau of Ocean Energy Management (BOEM) hat am Dienstag eine Informationsanfrage eingestellt. 7. Juli. Sie prüfen die Möglichkeit, kommerzielle Raketen vom Äußeren Festlandsockel abzufeuern. Dabei handelt es sich um den Streifen US-Territorium, der sich 200 Seemeilen – etwa 370 km – von der Küste entfernt erstreckt.
Matt Giacona, amtierender BOEM-Direktor, nannte es eine Chance, die Fähigkeiten des Landes zu stärken.
Der Offshore-Start und die Wiederherstellung könnten die betriebliche Flexibilität erweitern, Einschränkungen bei der Startnachfrage verringern und die Sicherheitsressourcen im Weltraum stärken.
Standard-Unternehmenssprache für „Lass uns mehr Dinge erledigen, aus dem Weg gehen“*.
Der Plan knüpft an eine Anordnung des Weißen Hauses vom Dezember 2025 an. Mit dem Titel „Sicherstellung der amerikanischen Weltraumüberlegenheit“ zielte er darauf ab, Kapital freizusetzen und den Weg für ein „neues Weltraumzeitalter“ zu ebnen. Offshore-Landeplätze wurden nicht ausdrücklich benannt, aber der Auftrag versprach, die Startfrequenz durch neue Anlagen zu erhöhen.
BOEM verwaltet 3,2 Milliarden Acres Schelf. Das ist viel Wasser. Sie wollen wissen, ob Bohrinseln zu Abschussrampen werden können. Oder ob wir neue Plattformen nur für Wiedereintritte und Starts bauen können. Die Privatwirtschaft muss die Ideen liefern.
Nicht jeder jubelt.
Miyoko Sakashita, Ozeandirektorin am Center for Biological Diversity, sieht das anders. Sie argumentiert, dass wir zulassen, dass der Raumfahrtsektor unsere Küsten in eine Müllkippe verwandelt. Wieder.
Weltraummüll hat bereits Tierschutzgebiete zerstört. Es kommt zu Raketenexplosionen. Warum hier aufhören? Sie vermutet, dass dies nur eine Ausrede ist.
Eine Möglichkeit, alte, rostige Ölinfrastruktur ohne Regulierung im Wasser treiben zu lassen? Wahrscheinlich. Ein Spielzeug für Milliardäre? Definitiv.
Die Wale, Meeresschildkröten und das Meeresleben vor unseren Küsten verdienen etwas Besseres. Sie sollten nicht unter den großen Ölkonzernen oder den Wunschträumen der Billionäre leiden.
Sie ist der Meinung, dass die Verwaltung öffentliche Gewässer schützen und sie nicht an Profitsuchende versteigern sollte.
Die Uhr tickt. BOEM akzeptiert Eingaben 30 Tage lang. 7. August 2020. Moment, nein – 2026.
Wir haben also Zeit, uns zu beschweren. Die Raketen warten offenbar auf niemanden. Wer beobachtet die Schildkröten, während wir die Dollars zählen?
Das RFI schließt im August. Die Regale sind schon da. Bleibt die Frage, womit sie als nächstes schweben werden.
