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Wie Wallace Clement Sabine die Architekturakustik erfand

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Wallace Clement Sabine hatte keinen Doktortitel. Er brauchte keinen.

Der Mann, der die Wissenschaft der Architekturakustik begründete, war ein brillanter Forscher in Harvard, der sich nie die Mühe machte, seine Doktorarbeit abzuschließen. Er schloss sein Studium 1886 an der Ohio State ab. Anschließend ging er für seine Abschlussarbeit nach Harvard. Er trat dort der Fakultät bei. Er veröffentlichte einige Artikel. Sie waren inhaltlich außergewöhnlich.

Dann kam das Problem, das die Art und Weise veränderte, wie wir Gebäude hören.

Im Jahr 1895 eröffnete Harvard das Fogg Art Museum. Das Auditorium war eine Katastrophe. Die Akustik war gravierend mangelhaft. Der Ton hüpfte einfach endlos herum. Es war übermäßiger Nachhall.

Sabine wurde gebeten, das Problem zu beheben.

Er hat nicht nur schallabsorbierende Paneele an die Wände geworfen. Er suchte nach einem Gesetz. Eine mathematische Beziehung. Er entdeckte, dass das Produkt aus Nachhallzeit und Gesamtabsorptionsgrad proportional zum Raumvolumen ist.

Dies ist als Sabines Gesetz bekannt.

Es klingt trocken. Das ist es nicht. Es war erstmals der Schlüssel zur Schallkontrolle in geschlossenen Räumen. Nach ihm wurde sogar eine Einheit schallabsorbierender Kraft benannt. Der Sabin.

Wir verwenden dieses Gerät noch heute. Wenn Architekten Materialien für einen Konzertsaal oder einen Hörsaal spezifizieren, kalkulieren sie in Sabins.

Vor Sabine wurden Gebäude durch Vermutungen entworfen. Wenn man in einer Kathedrale schrie, hörte man ein Durcheinander. Wenn man in einem holzgetäfelten Büro sprach, hallte es wie in einer Höhle. Es gab keine Wissenschaft. Nur Versuch und Irrtum.

Sabine lieferte die Wissenschaft.

Das erste nach seinen Prinzipien entworfene Gebäude war die Boston Symphony Hall. Es wurde im Jahr 1900 eröffnet. Es war ein großer akustischer Erfolg. Es bewies, dass man Schweigen herbeiführen konnte. Oder Sie könnten zumindest Klarheit schaffen.

Er war dort noch nicht fertig.

Sabine war von 1906 bis 1908 Dekanin der Lawrence Scientific School. Anschließend wurde er von 1908 bis 1915 Dekanin der Harvard Graduate School of Applied Science. Er unterrichtete. Er führte. Er prägte die Art und Weise, wie Wissenschaft an einer Spitzenuniversität angewandt wurde.

Dann kam der Krieg.

Während des Ersten Weltkriegs hatte er eine wichtige zivile Position im US-Kriegsministerium inne. Er war Experte für Flugzeuginstrumente. Er half beim Aufbau der Technologie, die Piloten am Leben und Flugzeuge am Himmel hielt. Es ging nicht mehr um Klang. Es ging ums Überleben.

Er starb am 10. Januar 1919 in Cambridge, Massachusetts. Er wurde am 13. Juni 1868 in Richwood, Ohio, geboren.

Seine Collected Papers on Acoustics wurden 1922 von Harvard University Press veröffentlicht. Zwei Jahre nach seinem Tod.

Denken Sie an das letzte Mal, als Sie ein Kino betreten haben. Oder ein Hörsaal. Oder sogar eine gut gestaltete Küche. Der Klang fühlt sich richtig an. Es trübt Ihre Rede nicht. Es klingelt nicht in Ihren Ohren.

Sie hören Sabines Arbeit.

Er hat ein Problem gelöst, von dem wir nicht einmal wussten, dass wir es hatten. Wir gingen einfach davon aus, dass sich der Ton chaotisch verhielt. Er zeigte, dass es sich an die Regeln hielt.

War ihm der Ruhm wichtig? Wahrscheinlich nicht. Es machte ihm Spaß, zu unterrichten. Er mochte die Forschung.

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