Sie können ein Loch bohren. Du kannst einen langweilen. Sie können es sogar entkernen. Aber mit diesen Werkzeugen allein kann man es nicht perfekt machen.
Hier kommt die Reibahle ins Spiel.
Dieses rotierende Schneidwerkzeug erzeugt kein Loch. Es repariert, was bereits vorhanden war. Dazu wird eine grobe, gebohrte Öffnung benötigt und diese gerade so weit vergrößert, dass genaue Abmessungen erreicht werden. Betrachten Sie es als den letzten Schliff eines Bearbeitungsprozesses.
Die Anatomie einer Reibahle
Reibahlen gibt es in zwei Hauptformen: zylindrisch oder konisch. Es handelt sich nicht um einfache Übungen. Es handelt sich um Präzisionsinstrumente, die dafür konzipiert sind, eine Aufgabe zu Ende zu bringen, nicht um sie zu beginnen.
Der Körper des Werkzeugs weist Längsrillen auf. Dabei handelt es sich um seitlich verlaufende Rillen. Acht Flöten sind üblich, die Anzahl kann jedoch variieren. Sie können gerade oder spiralförmig sein. Ihre Aufgabe ist zweifach:
* Sie lassen Späne aus der Schneidzone entweichen.
* Sie sorgen dafür, dass Kühl- und Schmierflüssigkeiten an die Schneidkanten gelangen.
Das Schneiden erfolgt auf bestimmte Weise. Einige Reibahlen schneiden an den Seiten und nutzen dabei die geschärften Kanten an den Scheitelpunkten zwischen den Spannuten. Andere schneiden an der Spitze abgeschrägte Kanten.
Handreibahlen vs. Maschinenreibahlen
Es gibt zwei Hauptklassen von Reibahlen. Die Wahl hängt von Ihrer Stromquelle und Ihren Präzisionsanforderungen ab.
Maschinenreibahlen (oder Spannreibahlen) sind für Werkzeuge wie Bohrmaschinen, Drehmaschinen und Spindelmaschinen vorgesehen. Sie haben entweder gerade oder konische Schäfte. Sie sind auf Geschwindigkeit und Konsistenz in einer Werkseinstellung ausgelegt.
Handreibahlen sind anders. Sie sind leicht verjüngt. Durch diese Verjüngung können sie leichter in das Loch eindringen. Der Schaft ist gerade mit einem quadratischen Ende. Diese quadratische Passform ermöglicht die Befestigung eines Schraubenschlüssels. Sie drehen es von Hand. Kein Motor erforderlich.
Einstellbarkeit und Materialien
Manchmal muss ein Loch nur noch ein kleines bisschen vergrößert werden. Mit Standard-Reibahlen ist das nicht möglich. Sie benötigen eine Expansionsreibahle.
Diese Werkzeuge sind längsgeteilt. Sie können ihren Durchmesser durch Drehen einer Endschraube anpassen. Dadurch werden die Innenkegel im Werkzeug erweitert und die Schneidkante etwas verbreitert.
Woraus bestehen sie?
* Kohlenstoffreicher Stahl
* Schnellarbeitsstahl
* Hartmetalle
Die Materialwahl richtet sich nach den Anforderungen des Auftrags. Härtere Materialien erfordern härtere Werkzeuge.
Warum das wichtig ist
Im Ingenieurwesen kommt es auf Präzision an. Ein Loch, das auch nur einen Bruchteil eines Millimeters entfernt ist, kann zum Versagen von Teilen führen. Oder schlecht passen. Oder vibrieren.
Reibahlen lösen dieses Problem. Sie verwandeln ein Loch, das „nahe genug“ ist, in eine „perfekte Passform“.
Sie fragen sich vielleicht, warum wir die Löcher nicht gleich auf die endgültige Größe bohren. Die Antwort ist Stabilität. Beim Bohren entstehen Kräfte, die den Bohrer verbiegen können. Es entsteht Wärme. Es hinterlässt eine raue Oberfläche. Eine Reibahle trägt nur wenig Material ab. Es schneidet mit weniger Kraft. Es entsteht eine glattere Oberfläche.
Es ist ein subtiler Unterschied im Prozess. Aber das Ergebnis ist beachtlich.
Wenn Sie das nächste Mal ein Präzisionsteil sehen, achten Sie auf die Löcher. Sie wurden wahrscheinlich zuerst gebohrt. Dann gelangweilt. Und schließlich aufgebohrt.
Die Reibahle ist der unbesungene Held der Fertigung



















