Die zufällige Belegschaft

Wir brauchten bessere Karten. Die vorhandenen? Fehlerhaft. Überall tote Winkel. Insbesondere für selbstfahrende Autos, die auf digitale Darstellungen der realen Welt angewiesen sind, um ohne menschliche Hilfe zu navigieren. Doch wer behebt die Fehler? Wer sieht die Welt genug in 3D, um sie zu korrigieren?

Es stellt sich heraus, dass Sie es sind. Konkret geht es um die Person, die ein Telefon in der Hand hält, den Bürgersteig entlanggeht und nach imaginären Kreaturen sucht.

Pokémon Go -Spieler jagten nicht nur Pikachu. Sie wurden zu einer riesigen, verteilten Belegschaft von Vermessern.

Crowdsourcing-Korrektur

Das Spiel erfordert genaue Standortdaten. Es basiert auf GPS und anderen Sensoren, um Ihnen zu sagen, wo sich ein Pokémon befindet. Aber GPS ist nicht perfekt. Es kann driften. Es kann falsch sein. Wenn ein Spieler meldet, dass eine Kreatur innerhalb einer festen Wand entstanden ist, weiß das Spiel, dass etwas nicht stimmt.

„Wenn Spieler falsche Standorte meldeten, bedeutete das oft, dass die Kartendaten schlecht waren.“

Diese Berichte führten zu Feedback. Echtzeit-Feedback zur räumlichen Gestaltung der Stadt. Forscher von Microsoft Research und dem University College London haben sich diese Daten angesehen. Sie sahen eine Goldmine.

Spiel in Präzision verwandeln

Die Forscher entwickelten ein Modell der künstlichen Intelligenz. Kein Roboter im Science-Fiction-Sinn, sondern eine Software, die darauf ausgelegt ist, Muster zu erkennen. Die Software** analysierte die Bewegungsdaten von Millionen Spielern.

Warum? Denn wenn 100 Spieler an einer Stelle stehen bleiben, handelt es sich wahrscheinlich um einen Meilenstein. Wenn sie alle in der Nähe eines Bordsteins stolpern, ist dieser Bordstein wichtig.

Das Team verglich die Standortspuren der Spieler mit hochauflösenden Straßenbildern. Sie fanden Unstimmigkeiten. In der digitalen Karte könnte ein Bürgersteig hier einen halben Meter entfernt sein. Eine Straße könnte in der Realität anders verlaufen als in der Datenbank.

Hier verändert sich die Technologie.

Räumliches Bewusstsein ist der Schlüssel für Technologie wie autonomes Fahren. Autos müssen wissen, wo sich der Straßenrand befindet. Sie müssen eine Einfahrt von einer Fahrspur unterscheiden. Bei Standardkarten fehlen diese Details oft.

Die Pokémon-Daten füllten diese Lücken.

Der unerwartete Vorteil

Es klingt wie Magie. Verwendung eines Spiels zur Verbesserung kritischer Technologie. Aber es ist nur künstliche Intelligenz, die das tut, was sie am besten kann: große Mengen an Rauschen verarbeiten, um ein Signal zu finden.

Die Spieler versuchten nicht, ein System aufzubauen. Sie spielten.

Ihr Verhalten generierte Echtzeit -Daten darüber, wie sich Menschen durch Umgebungen bewegen. Wohin sie schauen. Wo sie innehalten.

Haben wir um Erlaubnis zur Befragung gebeten? Nicht wirklich.

Wir sind einfach gelaufen.

Die offene Karte

Das Ergebnis waren bessere Karten. Genauere Modelle der Straßenebene.

Für selbstfahrende Autos bedeutet das weniger Fehler. Für Stadtplaner bessere Einblicke.

Der digitale Zwilling der Stadt ist sauberer, weil wir darin gespielt haben.

Da wundert man sich. Wie viele andere Ebenen der Realität kartieren wir, ohne darüber nachzudenken?

Jeder Schritt besteht aus Daten. Jeder Blick ist Information.

Die Karte ist nie fertig.

Es wartet immer auf den nächsten Spieler. 📱